(Ge)hirnabdrücke

Ein Versuch der biometrischen Methode zur Gedankenerfassung 

 

Die moderne Biometrie bietet keine absolute Erkennungssicherheit. Es kann zu verschiedenen Fehlerraten kommen, zB die  "False Acceptance Rate" (FAR) gibt Aufschluss über die Prozentzahl der Personen, die das System fälschlicherweise für eine andere erkennt und zulässt. Die als "failure to enrol rate" (FER) bezeichnete Messfehlerrate zeigt an, welcher Prozentsatz an Personen nicht in das System eingelernt werden kann. Das kommt bei Personen vor, die das in einem biometrischen Identifikationsverfahren verwendete Merkmal nicht besitzen bzw. das Merkmal so gering ausgeprägt ist, dass es das System nicht mathematisch erfassen kann. 

 

 

Gehirnabdrücke beim Denken an ...

Verschiedenste Sinneseindrücke werden übersetzt, ausgelöst durch unterschiedliche, persönlich berührende Begriffe, mithilfe von Stirnabdrücken auf weiche Tonzylinder. Die Informationsflüsse des Gehirns während der Wahrnehmungsprozesse werden so schnell erfasst und abgebildet. Die Reaktionen bleiben dem Betrachter verborgen, doch die Daten fliessen in die Materie und bleiben dort haften. Was dem gläsernen Menschen heute noch bleibt, sind seine Gedanken. Noch.

 

Installation, Keramik ungebrannt, Video, Kammerhofmuseum Gmunden

© 2018 Terri Frühling