Offizier Hugo Rossmann und die Zukunft seiner Pfade liegt im Dunklen

in Zusammenarbeit mit Wolfgang Fuchs

 

 

Der Mappeur und Offizier Hugo Rosmann nahm am Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert im Auftrag des Militärgeographischen Institutes Landstriche kartografisch auf. Rosmanns Urenkelin Terri Frühling und Wolfgang Fuchs spüren mit Kulturtechniken des eingeläuteten 21. Jahrhunderts den sozialen und geografischen Sphären Hugo Rosmanns nach, um diese in Folge den eigenen gegenüberzustellen.

 

Spannend ist dabei das Tempo der Recherchemethoden, das sich mit der Rückbewegung an der Zeitachse zunehmend verringert. Unter Verwendung aktueller, datenbankbasierter Applikationen (Google-Maps/Earth, Wikipedia, archive.org, etc.) lassen sich ungleich rasanter große Mengen an Dokumenten und Aufzeichnungen erschließen.

 

Die Niederschwelligkeit und Verfügbarkeit der digitalen Aufzeichnungstechniken ermöglicht heute das Festhalten beiläufiger Szenarien des Alltags, wofür man früher die behäbigen, analogen Apparaturen nicht in Betrieb genommen hätte. Gerade diese Limitierungen haben aber für nachfolgende Generationen besonders detailbedachte Momentaufnahmen in den Familienalben und Archiven hinterlassen.

 

Dieser Wandel der Kultur des Speicherns und der Speicherung von Kulturen soll in „Offizier Hugo Rosmann und die Zukunft seiner Pfade liegt im Dunkeln“ veranschaulicht werden.

 

Installation, Ausstellungs- und Projektreihe unORTnung VI im ehemaligen Kartographischen Institut in Wien 

© 2018 Terri Frühling